Reiseblog: Kambodscha (3. Feber bis 4.März 2013)

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Tag 1 und 2:

Abfahrt um 5:37 mit dem Zug vom Hauptbahnhof Graz. Danach Flug von Wien über Doha und Kuala Lumpur nach Phnom Penh. Wir werden mit 35 Grad im Schatten empfangen, aber wir haben ein gutes, neues und mit allem Komfort ausgestattetes Hotel gewählt, das sehr zentral liegt.

Im Zentrum um den Königspalast drängen sich die Menschenmassen, viele betend und alle mit schwarzer Hose oder Rock und weißem Oberteil gekleidet, denn seit Tagen laufen die Begräbnisfeierlichkeiten für den im Oktober verstorbenen König. Das ganze Areal um den Königspalast und der Silberpagode (den Hauptsehenswürdigkeiten) ist für eine Woche gesperrt. Für uns zum Glück kein großes Problem, denn wir haben beschlossen, dass wir am Ende unsere Reise für 2 Tage zurückkehren.

 

Tag 3 und 4:

Der Russenmarkt (Psar Toul Tom Poung) im Süden der Stadt. Einer der ursprünglichsten Märkte, den die Hauptstadt noch zu bieten hat.

 

Das Völkermordmuseum, zwischen 1975 und 1979 das berüchtigte Gefängnis S-21 durch dessen Tore über 13000 Menschen in den Tod gingen, zeigt (unter anderem mit großer Anzahl von erschreckend grausamen Originalfotos dokumentiert) von der dunkelsten Vergangenheit des Landes unter dem Regime der Roten Khmer.

 

Der Central Market überrascht durch seine moderne Architektur und es wird dort vor allem Bekleidung und Schmuck zum Kauf angeboten, aber auch fast alle Artikel des täglichen Bedarfs, sowie besondere Leckereien.

 

 

Der Wat Phnom liegt auf dem einzigen kleinen Hügel der Stadt und man hätte sicherlich eine wunderbare Aussicht, würde nicht tropische Vegetation dies verhindern, welche aber kühlenden Schatten spendet und den Park an Wochenenden zu einem beliebten Ausflugsziel der Stadtbewohner macht.

 

Tag 5:

Knapp 300km geht es mit dem Linienbus für 5,5 US$ 7 Stunden lang quer durch das ganze Land nach Battambang. Sitzplatzreservierung und AC inklusive, dafür aber mit einheimischen Karaoke Videos von der ersten bis zur letzten Minute der Fahrt.

 

Tag 6 bis 8:

Battambang mit weniger als 200 000 Einwohnern ist die zweitgrößte Stadt des Landes. Noch sehr urban und vom Tourismus noch nicht überlaufen. Es gibt hier ein paar Tempel in und um die Stadt und eine kleine Attraktion ist eine Fahrt mit dem Banbootrain, den es leider nicht mehr lange geben wird. Wir genießen hier ein paar ruhige Tage und verbringen viel Zeit in einem kleinen aber feinen Hotel um uns auf die nächsten sicherlich anstrengenden Tage in Siem Reap vorzubereiten.

 

 

Tag 9:

Heute geht’s nach dem Frühstück mit dem Bus gemütlich nach Siem Reap. Diese Stadt ist der Ausgangspunkt für den Besuch des archäologischen Parks von Angkor, der sich auf einer 3 fachen Fläche der Stadt Graz erstreckt und dessen Tempel zwischen 800 und 1200 n.Chr. erbaut wurden. Wir organisieren uns gleich einen Tuk Tuk Fahrer um einen wunderschönen Sonnenuntergang bei Angkor Wat zu genießen und um erste Eindrücke davon zu bekommen, was uns in den nächsten Tagen erwarten wird.

Tag 10 bis 14:

Der erste Besuchstag beginnt für uns sehr früh, denn unser Fahrer wartet um 5 Uhr morgens um uns zum Sonnenaufgang bei Angkor Wat zu bringen. Wer glaubt, dass wir die Ersten sind irrt, denn am Sunrise Point warten bereits so um die fünfzig Besucher bei völliger Dunkelheit. Wir ergattern noch einen ausgezeichneten Platz, aber als wir uns eine halbe Stunde später umdrehen, sehen wir dass sich die Zahl der Besucher mittlerweile vervielfacht hat. Angkor Wat ist das größte sakrale Bauwerk der Welt.

 

Angkor Thom, die 9km² große, letzte Hauptstadt des Angkor Imperiums beherbergt im Zentrum den großen Tempel Bayon. Die unzähligen Gesichtertürme prägen das markante Aussehen dieses Tempels.

 

Ta Prohm mit seinen von den Wurzeln der Kapokbäume überwachsenen Mauern bildete die malerische Kulisse für den Film Tomb Raider und ist eine der fotogensten Tempelruinen.

  

Tag 15 und 16:

Wir verlassen Siem Reap Richtung Sihanoukville, machen aber eine Nacht Zwischenstopp in Phnom Penh und gehören zu den ersten Touristen, die das vor kurzem fertiggestellte Krematorium des Königs betreten durften. Nachsatz: Und auch die Letzten, denn als wir jetzt Ende Feber wieder zurück gekehrt sind, haben wir leider feststellen müssen, dass es bereits wieder abgerissen wird, da dies in diesem Land so der Brauch ist. SCHADE, es war vielleicht der schönste Gebäudekomplex der Stadt!

Tag 17 bis 26:

Wir sind in Sihanoukville angekommen. Der kulturelle Teil der Reise ist fast vorbei und wir haben hier in Strandnähe einen wunderbaren, komfortablen Bungalow bezogen und genießen ab jetzt Sonne,Strand und Meer!

Die hügelige Landzunge von Sihanoukville mit seinen 6 weißen Stränden und seinen dutzenden vorgelagerten Inseln ist das beliebteste Erholungsgebiet in Kambodscha. Der Tourismus ist gerade im Aufbau und zur Zeit gibt es ein recht belebtes Zentrum aber  auch jede Menge Strandabschnitte auf denen man noch fast alleine ist.

Tag 27 und 28:

Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Bus nach Phnom Penh. Wir schlendern noch ein letztes mal durch die so lieb gewonnenen Märkte und besuchen schließlich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, den Königspalast und die Silberpagode.

 

 

Tag 29 und 30:

Heute geht unsere faszinierende Reise zu Ende. Wir müssen uns von diesem wunderschönen Land mit all den einzigartigen Sehenswürdigkeiten und den überaus freundlichen Menschen verabschieden und fliegen am Nachmittag wieder nach Hause. Unsere Route geht von Phnom Penh über Saigon, Doha und München nach Wien.

Von all meinen vielen bisherigen Reisen durch verschiedene Länder Südostasiens war diese sicherlich die Schönste. An dieser Stelle möchte ich mich ganz besonders bei meinem Schatz Hermi bedanken, die entscheidend dazu beigetragen hat, dass dieser Urlaub zu einem absoluten Highlight geworden ist.